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Deutscher Präventionspreis 2010 verliehen

Sechs Schulen der Sekundarstufe I wurden ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr hat eine Fachjury die Sieger-Schulen des Deutschen Präventionspreises 2010 ermittelt und ausgezeichnet. Der Preis ging an sechs Schulen der Sekundarstufe I. Ihnen wurde bescheinigt, dass ihre Angebote zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung herausragend sind. Jede der Preisträgerschulen erhält ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro, mit dem die Projekte weitergeführt werden sollen.

Der Wettbewerb wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie der Manfred Lautenschläger Stiftung unter dem Motto „Gesund aufwachsen – Ganzheitliche Förderung von Heranwachsenden in der Sekundarstufe I“ ausgeschrieben. Dabei hat  eine Fachjury aus über 400 Bewerbungen diejenigen Schulen ermittelt, die „die gesunde körperliche, geistige und seelische Entwicklung ihrer Kinder und Jugendlichen in besonderer Weise fördern“. Erstmals im Jahr 2004 ausgeschrieben wird der Wettbewerb seither jährlich veranstaltet.

Die Preisträgerschulen sind:

Nordstadtschule Pforzheim (Baden-Württemberg),
Theodor-Heuss-Schule, Rotenburg (Wümme) (Niedersachsen),
Regionale Schule Marnitz (Mecklenburg-Vorpommern),
Georg Christoph Lichtenberg Gesamtschule, Göttingen (Niedersachsen),
Herman-Nohl-Schule, Berlin (Berlin),
Fritz-Winter-Gesamtschule, Ahlen (Nordrhein-Westfalen).

Dauerhafte Verankerung ist Bedingung

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler erklärte anlässlich der Preisverleihung, die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sei für ihn ein zentrales Anliegen. „Heranwachsende, die gesund aufwachsen, können den Schulalltag besser bewältigen, sind leistungsfähiger und haben aufgrund besserer Lernerfolge auch bessere berufliche Chancen.“ Der Minister betonte, deshalb seien gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Stressbewältigung und das Erlernen sozialer Kompetenzen für die Zeit des Heranwachsens so wichtig. Um erfolgreich zu sein, müssten Familie und Schule in Gesundheitsförderung und Prävention zusammenarbeiten. Viele Schulen hätten „nachahmenswerte Wege“ gefunden, die Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler zu stärken. Die hohe Teilnehmerzahl am Deutschen Präventionspreis belege das eindrucksvoll.

Für die Auswahl der diesjährigen Preisträgerschulen sei entscheidend gewesen, dass die Programme zur Gesundheitsförderung und Prävention dauerhaft in den Schulen verankert seien. Dazu gehöre etwa ein ökologischer Schulgarten, die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu sogenannten Fitness-Coaches oder auch regelmäßige Bewegungsangebote in den Mittagspausen. Gesunde Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung sollen zudem eine Kultur sozialen Miteinanders fördern, in der sich die Schülerinnen und Schüler zu starken Persönlichkeiten entwickeln können. Das versetze sie in die Lage, mit Konflikten so umzugehen, dass sie nicht krank werden.

Verantwortung durch Mitwirkung

Für Manfred Lautenschläger, den geschäftsführenden Gesellschafter der gleichnamigen Stiftung, ist der „direkte Einbezug der Schülerinnen und Schüler und deren Mitwirken“ ein zentraler Punkt. „Im Team mit Schülerinnen und Schülern, die gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen, können die Konfliktbewältigung, der respektvolle Umgang mit Unterschiedlichkeiten, aber auch die Bedeutung einer gesunden Lebensführung erfolgreich Beachtung finden. In manchen Regionen und Stadtteilen Deutschlands sind keine anderen Institutionen vorhanden, die diese Aufgabe wahrnehmen könnten”, so Lautenschläger.

Ausgleich ungünstiger Lebensbedingungen

Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, erklärte, Gesundheitsförderung in der Schule gestalte Schule als Lebensraum. Sie trage dazu bei, ungünstige Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen auszugleichen. Pott wies darauf hin, dass Heranwachsende vor einer Fülle von Entwicklungsaufgaben stehen, deren Gelingen entscheidend dazu beitrage, sich zu starken Persönlichkeiten zu entwickeln. „Wenn sie misslingen, können Störungen, Probleme und Krankheiten entstehen.“  (kws)




15. Juni 2010 | Kategorie: Prävention

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