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Sonnenschutz und Sonnenstich

Was tun gegen Hitzeschäden

Alle Jahre wieder trifft es Urlauber, Wanderer oder Sportler, die sich ungeschützt in der prallen Sonne aufhalten. Die Rede ist hier nicht vom Sonnenbrand, sondern von Hitzekrampf, Hitzekollaps, Sonnenstich und Hitzschlag. Geografisch-klimatisch betrachtet ist dabei der Aufenthaltsort unerheblich. Ein sogenannter Hitzeschaden kann in gemäßigten Zonen genauso auftreten, wie in subtropischen oder tropischen Gefielden. Diese haben allenfalls Einfluss auf den Zeitraum, innerhalb dessen die Symptome auftauchen. Besonders gefährdet sind Menschen, die zu wenig trinken und zu wenig Mineralstoffe im Körper haben.

Der Hitzekrampf

Ein Hitzekrampf entsteht meist dann, wenn der Körper bei großer Hitze schwer belastet wird, sei es durch sportliche Aktivitäten oder körperlich anstrengende Arbeit. Der Körper verliert bei starkem Schwitzen viel Wasser und viele Mineralstoffe. Wird dieser Verlust nicht ausgeglichen, treten in der Folge starke, sehr schmerzhafte Krämpfe in den belasteten Muskeln auf. Daher sollte jeder, der sich in der Hitze körperlichen Belastungen aussetzt, darauf achten, seinen Flüssigkeitshaushalt – alkoholfrei – ausgeglichen zu halten. Leicht gesalzenes Gebäck unterstützt die Elektrolyt-Wirkung. Ein hervorragend geeignetes Mix-Getränk ist Apfel-Schorle, die Mischung aus Apfelsaft und Mineralwasser.

Sofortmaßnahmen: In den Schatten gehen und viel trinken.

Der Hitzekollaps

Wasser- und Mineralstoffverlust sind auch für den Hitzekollaps verantwortlich. Zudem sind die Blutgefäße der Haut und der Muskeln stark geweitet, wodurch zu viel Blut aus den übrigen Körperregionen in diese Gefäße abgezogen wird. Dadurch steht dem übrigen Kreislaufsystem zu wenig Blut zur Verfügung. Der Blutdruck sackt ab. Symptome eines Hitzekollapses sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Sofortmaßnahmen: Der Betroffene muss umgehend in den Schatten beziehungsweise an einen kühleren Ort gebracht, enger oder zu warmer Kleidung entledigt und flach auf den Boden gelegt werden. Zudem sollte er Flüssigkeit ohne Kohlensäure verabreicht bekommen. Wer den Zustand nicht einschätzen kann, muss den Notarzt rufen.

Der Sonnenstich

Einen Sonnenstich riskiert, wer seinen Kopf und den Nacken über einen zu langen Zeitraum ungeschützt der prallen Sonne aussetzt. Das Gehirn wird dabei sozusagen überhitzt. Die Wärmestrahlung des Sonnenlichts reizt die Hirnhaut, was zum Anschwellen des Gehirns führen kann. Die Symptome zeigen sich neben Nackenschmerzen und dessen Versteifung als Nackenschmerzen, dessen Versteifung, Kopfschmerzen, Schwindel sowie Übelkeit bis zum Erbrechen. Der Kopf ist stark gerötet und erhitzt. Der restliche Körper bleibt verhältnismäßig kühl. Es kann sogar sein, dass der Betroffene friert. Im schlimmsten Fall kommt es zu Bewusstseinsstörungen und Zusammenbrüchen. Der Sonnenstich kann sich auch mit Verzögerung zeigen. Ganz besonderer Gefahr sind Kleinkinder ausgesetzt, solange sie noch eine offene Fontanelle haben. Hier kann es schnell zu einer Hirnhautentzündung kommen.

Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, sollte jeder, der sich über einen längeren Zeitraum in der Sonne aufhält, sei es aus Gründen der Arbeit, des Sonnenbadens oder sportlicher Aktivitäten, die direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Auch eine geeignete Kopfbedeckung mit Nackenschutz kann helfen, einen Sonnenstich zu abzuwehren. Sonnencremes schützen in keinem Falle vor einem Sonnenstich!

Sofortmaßnahmen: Der Betroffene muss unverzüglich in den Schatten gebracht werden, besser noch in einen kühlen Raum, wo er flach, aber mit etwas angehobenem Kopf gelagert wird. Kopf und Nacken werden mit feuchten, nicht gekühlten Tüchern umwickelt und gekühlt. Ist der Betroffene bewusstlos oder tritt plötzlich Fieber auf, muss sofort der Notarzt gerufen werden.

Der Hitzschlag

Die häufigsten Ursachen für einen Hitzschlag sind körperliche Überanstrengungen bei großer Hitze, beispielsweise in geschlossenen Räumen oder in heißer, feuchter Umgebung. Bei einem Hitzschlag gesellt sich zu den oben beschriebenen Symptomen ein Ansteigen der Körpertemperatur (rektal gemessen) auf über 40°C hinzu. Der Körper überhitzt, was zu einem Anschwellen des Gehirns führt. Zudem treten Krämpfe auf. Der Betroffene kann sich durch Schwitzen nicht mehr abkühlen, weil er unter Wassermangel leidet. Wer viel trinkt, vermindert die Gefahr eines Hitzschlages, weil er durch Schwitzen die Körpertemperatur regeln kann.

Sofortmaßnahmen: Es muss sofort der Notarzt gerufen werden, sonst drohen Hirnschädigungen oder der Tod. (kws)




13. Juli 2009 | Kategorie: Prävention

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