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Architektur hilft heilen

Lokalsender nimmt sich brisanten Themas an

Das Krankenhaus mutiert zunehmend zu einer organisierten Hülle technischer und elektronischer Gerätemedizin und entfernt sich damit immer weiter von ethischen Regeln. Wie dieser fatalen Entwicklung Einhalt geboten werden kann, sollte Anlass genug dafür sein, sich darüber intensiver als bisher mit beteiligten Berufsgruppen und Institutionen auseinanderzusetzen.

Der Lokalsender Radio Lotte, Weimar, lädt aus diesem Grunde dazu ein, neue Wege und Möglichkeiten zu erörtern. Der Sender teilte mit, im Rahmen seiner Reihe „Ideen, Visionen und gesellschaftliche Alternativen” veranstalte er eine Podiumsdiskussion zum Thema „Das Krankenhaus der Zukunft”.

Die Architektur eines jeden Krankenhauses nehme Einfluss auf den Krankheits- beziehungsweise Gesundheitsprozess der Patienten in psychischer und physischer Hinsicht.  Die Diskussion sei als Plädoyer für eine integrative Medizin zu betrachten, die alle Möglichkeiten ausschöpfe, um den Patienten zu helfen. Die Teilnehmer setzten sich mit Fragen wie den folgenden auseinander: „Kann es ein heilendes Milieu geben, das die Selbstheilungskräfte simuliert?” oder „Kann die Architektur Einfluss nehmen, dass der Erkrankte mit positiven Erwartungen und Vertrauen in die Behandlung geht und damit bessere Heilungschancen besitzt?”

Diskussionsteilnehmer sind der Architekt Dr. Cor Wagenaar von der Delft University of Technology, der Architekturtheoretiker Prof. Dr. Olaf Weber von der Bauhaus-Universität Weimar, Dr. Wolfgang Klitzsch, Geschäftsführer der Ärztekammer Nordrhein sowie der Vorstand des Gemeinschaftskrankenhauses Witten-Herdecke, Peter Zimmermann.

Die Veranstaltung findet am 27. Mai ab 20 Uhr im Seminargebäude der Neuen Weimarhalle in Weimar statt. Moderiert wird die Diskussion vom Leiter und Programmchef des Senders, Mathias Buß. (kws)




17. Mai 2009 | Kategorie: In Kürze

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