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Neue Infektionskrankheiten bereiten Sorge

Broschüre soll besser informieren

„Bei der Bekämpfung der Infektionskrankheiten handelt sich um eine der größten globalen Herausforderungen, die nur mit internationaler Zusammenarbeit in der Forschung gelöst werden kann”, stellte Bundesforschungsministerin Annette Schavan anlässlich des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 7. April 2009 ausgerichteten Weltgesundheitstages fest. Weltweit seien es vor allem armutsbedingte Infektionen wie Malaria oder Tuberkulose, die viele Millionen Menschen bedrohen und zu den häufigsten Todesursachen zählen.

Der Weltgesundheitstag steht in diesem Jahr unter dem Motto “Maßnahmen des Gesundheitswesens im Katastrophenfall”. Ausdrücklich wurde hierbei auf Infektionskrankheiten hingewiesen, die durch Pandemien ausgelöst werden. In Deutschland und in anderen Industriestaaten seien zwar die meisten Infektionskrankheiten dank guter Lebensbedingungen, Antibiotika, konsequenter Hygiene und wirksamer Impfungen heilbar. Die Verbreitung neuer Infektionskrankheiten wie der Vogelgrippe bereite jedoch zunehmend Sorge, weswegen Infektionskrankheiten und Weltgesundheit eng miteinander verknüpft seien.

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) wolle sich der damit verbundenen Herausforderung stellen. So unterstütze es beispielsweise die „Initiative EDCTP” (European and Developing Countries Clinical Trials Partnership), eine systematische Vernetzung deutscher Forscherinnen und Forscher mit europäischen und afrikanischen Partnern. Im Rahmen dieser Initiative würden neue Impfstoffe und Arzneimittel für Prävention und Therapie von HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose entwickelt und evaluiert.

Vorbildliche Kooperation

Das Ministerium wies darauf hin, dass die deutsche Infektionsforschung in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Erfolge erzielt habe. Als Beispiel wurde auf die vom BMBF geförderten Verbünde zur Erforschung von Krankheiten hingewiesen, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden, den so genannten Zoonosen. Die  Kooperation von Human- und Veterinärmedizinern sei neu und gelte international als vorbildlich.

Die vom BMBF zum Weltgesundheitstag herausgegebene Broschüre “Infektionsforschung – Immunsystem erforschen, Erreger bekämpfen, Menschen schützen” beschreibt, welche Bedrohungen von Malaria, AIDS oder Vogelgrippe ausgehen und wie leistungsfähig die Forschung hierzu ist. Auf 72 Seiten werden verschiedene Typen von Infektionen, Keime und als wahrscheinlich besiegt geltende Seuchen wie Pocken, Pest oder Lepra beschrieben.  Die Menschen können erfahren, wie das menschliche Immunsystem arbeitet. Zudem wird gezeigt, welchen Aufwand Infektionsforscher betreiben, um immer bessere Impfstoffe und Medikamente zu entwickeln.

Die Broschüre „Infektionsforschung” kann bestellt werden unter

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Postfach 30 02 35
53182 Bonn
per Telefon: 01805/26 23 02
Per Fax: 01805/26 23 03 (0,14 € / Minute aus dem deutschen Festnetz)
oder per E-Mail: books@bmbf.bund.de

(kws)




7. April 2009 | Kategorie: In Kürze

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