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Kampf gegen Viren beginnt im Kleinen

Start der Aktion „Wir gegen Viren” – Richtiges Händewaschen schützt

Wo Menschen sind, werden Viren verteilt. Das geschieht beim Sprechen, Husten oder Nießen, beim Händeschütteln, bei körperlichem Kontakt. Sie gelangen durch Nase oder Mund in den Körper. Sie verursachen Erkältungen oder Magen-Darm-Infekte. Diese können harmlos sein oder, wie beispielsweise die Grippe, lebensbedrohlich. Viren sind überall. Im Gegensatz zu den Bakterien können sie nicht mit Antibiotika bekämpft werden. Der Körper muss sich alleine auf sein Immunsystem verlassen.

In vielen Fällen kann das Immunsystem durch eine Impfung gegen bestimmte von Viren verursachte Krankheiten gewappnet werden. Dennoch ist jeder Mensch auch potenzieller Überträger solcher Infekte. Daher ist es wichtig, präventiv zu handeln, um eine Vielzahl von Übertragungsmöglichkeiten von vorne herein auszuschließen. Dabei hilft beispielsweise die regelmäßige Händehygiene.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben daher mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) eine Kampagne mit dem Namen „Wir gegen Viren” gestartet.  Dazu erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Infektionsschutz lebe davon, dass möglichst viele mitmachen. Die Prävention von Infektionskrankheiten könne verbessert werden, wenn jeder im Alltag ganz einfache Regeln befolge, zum Beispiel die richtige Händehygiene. „Die Aktion macht darauf aufmerksam, was es zu beachten gilt – und zwar das ganze Jahr über, nicht nur zur Grippezeit”.

Die Aktion „Wir gegen Viren” soll die Verhaltensweisen vorstellen, mit denen man sich und andere besser vor Ansteckung schützen kann. Erster Schwerpunkt der Aktion sei das Händewaschen als zentrale Hygiene-Maßnahme im Alltag. Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts, sagte: „Im Rahmen der Begleitforschung hat sich gezeigt, dass die Motivation zum Händewaschen steigt, wenn den Menschen klar ist, wie schnell Viren durch Hände übertragen werden können. Deswegen haben wir die Händehygiene in einem Videospot thematisiert.”

Weitere persönliche Schutzmaßnahmen werden in der Broschüre „Selbstverteidigung gegen Viren – Neun Techniken, sich und andere zu schützen” und auf der Internetseite www.wir-gegen-viren.de erläutert. Die Broschüre kann über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kostenlos angefordert werden. Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale, betonte, jeder könne durch persönliche Hygiene dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko für Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Infekte für sich und andere zu reduzieren.

Die Krankheitserreger verteilen sich von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund. Daher sollten die Hände regelmäßig und richtig gewaschen werden. Das bedeutet, die Seife zwischen 20 und 30 Sekunden lang so zu verreiben, dass auch die Fingerzwischenräume gereinigt werden. Studien hätten gezeigt, dass regelmäßiges Händewaschen das Risiko von Atemwegs- oder Durchfallerkrankungen deutlich verringere. Händewaschen sei sehr wichtig, aber allein nicht ausreichend, so Hacker. Weitere persönliche Schutzmaßnahmen, etwa hygienisches Husten, kämen hinzu. Sie sollen bei zukünftigen Aktionen im Mittelpunkt stehen. (kws)




31. März 2009 | Kategorie: In Kürze

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