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Abnehmen im Schlaf

Schlankschlafen kein Märchen

Schlafen könnte ein Mittel gegen Übergewicht sein. Neuere Studien weisen einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht nach. Wurde um das Jahr 1910 noch durchschnittlich neun Stunden pro Nacht geschlafen, so waren es im Jahr 2002 nur noch sieben Stunden. Eine kurze Schlafdauer kurbelt Hunger und Appetit an. So können die grundsätzlichen Empfehlungen für ein gesundes Leben erweitert werden: Mehr Bewegung, ausgewogene Nahrung und genügend Schlaf.

Auch wenn das Zusammenspiel von Hormonen zu komplex ist, um eine verbindliche Empfehlung geben zu können, so kommen Forscher diesem Thema immer besser auf die Spur. Hunger und Sättigung werden durch Botenstoffe (Hormone) im Blut reguliert. Hauptverantwortlich sind dabei Leptin, Ghrelin und Testosteron. Sie steuern neben sehr vielen weiteren Botenstoffen unsere Essgewohnheiten und was wir verbrauchen.

Fehlgesteuerte Hormone bei Schlafentzug

Das körpereigene Leptin ist ein Hormon, das die Nahrungsaufnahme hemmt. Es wird von den Fettzellen gebildet und vermittelt ein Sättigungsgefühl. Ghrelin dagegen wird vom Magen produziert und löst Hungergefühle aus. Zudem scheint es auch kognitive Funktionen zu beeinflussen. Wird Ghrelin von außen zugeführt, so kann es offenbar unabhängig von einer akuten Wirkung auf den Leptinhaushalt den Appetit steigern. Interessanterweise wurde bei einer Patientin mit nächtlichen Heißhungerattacken im Vergleich zu gesunden Frauen ein deutlich erhöhter nächtlicher Ghrelinspiegel gefunden. Männer mit hohen Testosteronwerten setzen zwar selten Bauchfett an, eine Behandlung mit Testosterongaben wird jedoch nicht jeden Mann schlanker machen.

Hormone müssen ihre Informationen weitergeben können. Hierzu benötigen sie funktionierende Rezeptoren. Andernfalls werden die Botenstoffe nicht wirksam. Insofern wirken auch äußere Einflüsse auf die Regelungsmechanismen und verstärken oder vermindern die Wirkungen. So sind beispielsweise die am Hunger- und Sättigungsmechanismus beteiligten Hormone bei Schlafentzug fehlgesteuert. Der Leptin-Spiegel sinkt, gleichzeitig wird vermehrt Ghrelin gebildet. So konnte in neueren Studien ein Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht nachgewiesen werden. Demnach kurbelt, wer wenig schläft, Hunger und Appetit an. Unsere Gesundheit beruht demnach auch auf ausreichendem Schlaf. Ein Zusammenhang zwischen Schlafentzug und Adipositas besteht nicht nur im Zusammenspiel bei veränderten Konzentrationen von Ghrelin und Leptin. Ins Visier der wissenschaftlichen Fahnder gerieten auch ein erhöhter Cortisol-Spiegel und eine verminderte Glucosetoleranz. (fwm)




27. März 2009 | Kategorie: In Kürze

Ein Kommentar »

  1. Ich hatte Abnehmen im Schlaf immer so verstanden, dass durch die Vermeidung von Kohlenhydraten bei der Abend Mahlzeit, was eine nur geringe Insulinsteigerung im Körper zur Folge hat, der Prozess der Fettverbrennung im Schlaf gesteigert werden kann.
    Ein ausreichender Schlaf ist dabei natürlich auch recht nützlich.

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