Klimawandel wirkt sich auf Gesundheit aus
Geförderte Projekte sollen negative Folgen bekämpfen helfen
Der weltweite Klimawandel bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Bereits heute haben extreme Wetterereignisse eine erhebliche Zunahme von Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und Stoffwechselkrankheiten zur Folge. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU), Astrid Klug, hat am 18. März 2009 in Berlin zusammen mit der Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, sieben Projekte vorgestellt, mit denen das Ministerium in Südosteuropa und Zentralasien die gesundheitliche Anpassung an den Klimawandel fördern will
„Unter den negativen Folgen des Klimawandels leiden vor allem Menschen in Ländern, deren Gesundheitssysteme erst im Aufbau sind oder noch gar nicht existieren”, erklärte die Staatssekretärin. Wie aus dem BMU weiter verlautet, handelt es sich um Projekte in Albanien, Kasachstan, Kirgisistan, Mazedonien, Russland, Tadschikistan und Usbekistan, die von der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums unterstützt werden. Ziel des Vorhabens sei es, „Bürgerinnen und Bürger, medizinisches Personal und Mitarbeiter im Katastrophenschutz sowie einzelne Risikogruppen darüber aufzuklären, wie sie sich individuell und häufig mit einfachen Mitteln vor den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels schützen können”.
Ein globales Problem erfordert globale Vernetzung
Deutschland möchte seine Erfahrungen im Umwelt- und Klimaschutz einbringen, um gemeinsam mit der WHO anderen Ländern dabei zu helfen, deren Gesundheitswesen auf die Gefahren des Klimawandels vorzubereiten und wirkungsvolle Anpassungsmaßnahmen zu erarbeiten. Klug wies darauf hin, dass der Klimawandel ein globales Problem sei, woraus sich die Notwendigkeit einer globalen Vernetzung ergebe, wenn die Gesundheitssysteme in betroffenen Ländern erfolgreich unterstützt werden sollen.
An der Veranstaltung nahm neben den Vertretern aller sieben Projektländer auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Marion Caspers-Merk teil. (kws)
