Suchtprävention im Wettbewerb
Das Institut für Urbanistik (Difu) organisiert auch in diesem Jahr den vierten bundesweiten kommunalen Wettbewerb „Suchtprävention für Kinder und Jugendliche vor Ort”. Durchgeführt wird der Wettbewerb einmal mehr von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Der Lohn für die Präsentation vorbildlicher Maßnahmen in der Suchtprävention beträgt 60.000 Euro.
Die Aktion wird von den kommunalen Spitzenverbänden unterstützt. Die Spitzenverbände der Krankenkassen beteiligen sich ebenfalls und stocken das Preisgeld um einen Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro auf. Erstmals im Jahre 2001 ausgeschrieben, sind alle deutschen Städte, Gemeinden und Kreise wiederum aufgefordert, bis zum 15. Januar 2009 ihre Konzepte einzureichen. Der Wettbewerb hat das Ziel, erfolgversprechende Ansätze in der Suchtprävention sowohl bundesweit, als auch auf kommunaler Ebene zu kommunizieren und dazu anzuregen, den Erfolg zu kopieren. Die Organisatoren gehen bei ihrem Wettbewerbskonzept davon aus, dass Kinder und Jugendliche in ihrem unmittelbaren Umfeld am besten angesprochen werden können. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, sagte dazu, Kommunen seien die wichtigsten Kooperationspartner für Nachhaltigkeit in der Suchtprävention. Bätzing erwartet, dass die Ergebnisse des Wettbewerbs einen Überblick über erfolgreiche Ansätze vor Ort ermöglichen. Dadurch könnten Kommunen wertvolle Anregungen über bewährte Präventionsmaßnahmen erhalten.
Die Hauptgeschäftsführer der kommunalen Spitzenverbände, Dr. Stephan Lutz (Deutscher Städtetag), Prof. Dr. Hans-Günter Hennecke (Deutscher Landkreistag) sowie Dr. Gerd Landsberg (Deutscher Städte- und Gemeindebund) luden alle Städte, Gemeinden und Landkreise ein, am Wettbewerb teilzunehmen. In den Kommunen werde bereits viel Mühe darauf verwendet, auf den Umgang mit Suchtstoffen wie Alkohol oder Tabak durch Kinder und Jugendliche Einfluss zu nehmen. Auch werde die Einhaltung des Jugendschutzes verstärkt kontrolliert.
In Absprache mit der BZgA wird die Drogenbeauftragte eine Jury einberufen, die die eingereichten Beiträge bewertet. Die Abschlussveranstaltung mit Bekanntgabe der prämierten Beiträge soll am 29. Juni 2009 in Berlin stattfinden. (kws)
