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Umgang mit Demenz ist internationale Aufgabe

Demenzielle Erkrankungen werden zunehmend zu einer schweren Belastung für die Gesellschaft. Dabei hat es die Politik bislang versäumt, den Betroffenen und den Angehörigen adäquate Lösungen anzubieten. Der ethische Aspekt war jetzt Anlass für einen europäischen Workshop, zu dem Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt eingeladen hatte.

Wissenschaftler aus europäischen Ländern trafen sich in Berlin, um über die ethischen Konflikte zu diskutieren, die mit der Pflege und Betreuung von demenzkranken Menschen verbunden sind. Ein internetbasiertes europäisches Projekt mit dem Namen „Demenz: Ethik im Netz” soll zukünftig die Kommunikation dahingehend fördern, dass auf der Basis sachlicher Gespräche und der Vermittlung von Informationen Problemlösungen zu ethischen Fragen erarbeitet werden können, die sich aus dem täglichen Umgang mit demenzkranken Menschen ergeben. Im Vordergrund stehen dabei Pflegepersonen und Angehörige von Gesundheitsberufen.

Wie der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Dr. Klaus Theo Schröder, sagte, wollen die beteiligten europäischen Regierungen einen „angemessenen und ethisch fundierten Zugang zum Leben mit demenzkranken Menschen und zu den Nöten ihrer Angehörigen finden”. Schröder erklärte weiter, es sei daher nötig, sich den Fragestellungen im internationalen Austausch auf europäischer Ebene zu stellen. In der Realität fehle zu oft das Wissen über die Krankheit. Schröder wies darauf hin, wie lange es gedauert habe, bis in Deutschland geistig und psychisch behinderte Menschen akzeptiert wurden. Die Demenz müsse enttabuisiert werden.

Der Workshop wurde auf Betreiben des Schweizer Heimleiters Michael Schmieder, Wetzikon, und in Zusammenarbeit mit Alzheimer Europe sowie der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vorbereitet. (kws)




3. September 2008 | Kategorie: In Kürze

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