Schweinegrippe-Fälle beginnen harmlos
H1N1-Variante vergleichbar mit Grippe von 1957
Im Vergleich zu vergangenen Grippe-Pandemien hören sich die Zahlen nicht sonderlich dramatisch an. Weltweit wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aktuell (Stand 16. Juli 2009) rund 27.000 Fälle offiziell bestätigt, davon etwa 140 mit tödlichem Ausgang. In Deutschland seien bisher über 200 Menschen erkrankt. Tatsächlich zeigte sich in den bekannt gewordenen Fällen der Verlauf der Schweinegrippe überwiegend leicht – ein bekanntes Phänomen. Die Viren der Grippe-Pandemien von 1918, 1957 und 1968 zeigten sich anfangs auch relativ harmlos, um in der Folge Millionen von Menschen zu töten.
Ein Londoner Forscherteam unter dem Epidemiologen Neil Ferguson veröffentlichte im Fachmagazin „Science” eine Analyse zu dem Virus. Demnach werde es „mit ziemlicher Sicherheit eine globale Epidemie auslösen”. Dem „Spiegel” sagte der Wissenschaftler, er glaube zwar nicht an apokalyptische Entwicklungen. Es sei nicht das Katastrophenszenario, das angesichts der Vogelgrippe befürchtet worden war. Dennoch glaube er, dass sich in den kommenden drei bis vier Monaten global jeder dritte Mensch anstecken könne. Spätestens im Herbst werde das Virus im Zuge der üblicherweise auftretenden Grippewelle auf der Nordhalbkugel zuschlagen. Besonders gefährdet seien herzkranke Menschen und solche, die ein geschwächtes Immunsystem haben oder an Stoffwechselstörungen leiden.
Im Ernstfall zu wenig Impfstoff
In seiner Studie kommt das Forscherteam zu dem Ergebnis, dass das Virus der Schweinegrippe ansteckender sei, als die übliche saisonale Grippe, deren Folgen weltweit immerhin 500.000 Menschen jährlich nicht überleben. Mit rund 0,4 bis 1,4 Prozent der Todesfälle sterben an der Schweinegrippe etwa genauso viele Menschen, wie an der H1N1-Variante der Grippe von 1957. Damit soll sie allerdings erheblich weniger gefährlich sein, als die spanische Grippe 1918/1919, die rund 40 Millionen Todesopfer gefordert hatte.
Auch wenn die Behörden versichern, ausreichend mit Medikamenten gerüstet zu sein, so befürchtet die Direktorin für Impfstoffe bei der WHO, Marie-Paule Kieny, dass global betrachtet viel zu wenig Impfstoff gegen das Schweinegrippe-Virus A/H1N1 zur Verfügung steht. Sie sagte, im Falle des Ausbruchs der Pandemie fehlten auch dann, wenn die Impfstoffproduktion sofort in Gang gesetzt würde, Milliarden Impfdosen – und für die armen Länder werde nichts übrig sein.
Impfstoffproduktion fast nur in USA und Europa
Wie aus dem Paul-Ehrlich-Institut verlautet, wurden bislang vier sogenannte Saatvirusstämme A/H1N1 entwickelt. Am 26. Mai 2009 teilte die WHO in einer Empfehlung mit, ein geeigneter Impfstoff müsse ein „A/California/7/2009 (H1N1)v-like Virus” enthalten. Das Institut beschreibt die wichtigsten Eigenschaften von Saatviren folgendermaßen: „Sie müssen die antigenen Eigenschaften des isolierten neuen Virus enthalten, sich schnell in großen Mengen vermehren lassen und in ihren krankmachenden Eigenschaften (Pathogenität) abgeschwächt sein”. Spätestens seit dem 10. Juni 2009 haben die Kollaborationszentren der WHO für Influenza in Europa, USA, Japan und Australien die Impfstoffhersteller mit diesen Saatviren versorgt, damit umgehend die Impfstoffherstellung vorbereitet werden konnte.
Marie-Paule Kieny berichtete, nach eigenen Angaben der Pharmafirmen weltweit könnten diese im Laufe des kommenden Jahres maximal ein bis zwei Milliarden Impfdosen herstellen. Dem widersprach der Leiter des Fachgebiets Virusimpfstoffe am Paul-Ehrlich-Institut, Michael Pfleiderer, in einem Gespräch mit Spiegel-Online. Er bezifferte die maximale Produktionskapazität auf nur eine Milliarde Dosen. Pfleiderer gab dabei zu bedenken, dass rund 80 Prozent der gesamten Impfstoff-Produktion in den USA und Europa stattfindet. Solle die Immunisierung gegen ein Pandemie-Virus erfolgreich sein, so müsse der Mensch zweimal geimpft werden. Somit könnten lediglich 500 Millionen bis maximal eine Milliarde Menschen geschützt werden, mithin weniger als ein Sechstel der Weltbevölkerung.
Antikörper in über 90-Jährigen
Eine besonders nützliche Information am Rande: Die Spanische Grippe von 1918 soll für einen Immunisierungseffekt bei mindestens 90-jährigen Amerikanern gesorgt haben. In deren Blut haben nämlich US-amerikanische Forscher Antikörper gefunden, die gegen den aktuellen Schweinegrippe-Erreger schützen. Diese seien immer noch wirksam und wahrscheinlich das Resultat einer Ansteckung mit der Spanischen Grippe. Das könnte auch die Erklärung dafür sein, warum die Schweinegrippe-Viren hauptsächlich jüngere Menschen unter 90 Jahren befallen. (kws)

Na ja, wenn’s hauptsächlich die Jüngeren, also die unter 90 Jahren betrifft, dann ist das Problem ja nicht ganz so dolle, wie befürchtet.
Ja, genauso blöd und verlogen wie der letzte Satz mit den jüngeren Menschen unter 90 Jahren ist der gesamte Artikel. Leute wacht auf und lasst euch nicht von dieser Mafia krank machen. Auf der Seite der WHO (sogenannte Weltgesundheitsorganisation) ist es zu lesen: Der Impfstoff ist nicht erprobt und deshalb sollen die Geimpften gut beobachtet werden, damit man aus den Auswirkungen der Impfung Schlüsse für das weitere Vorgehen ziehen kann. Wer sich zum Versuchskaninchen machen möchte, der kann sich ja gerne impfen lassen.
Endlich mal ein Virus, das es schafft, die Seuche des Planeten Erde (Menschen) zu dezimieren..
Hoffentlich.
Diese Schweinegrippe ist harmloser als jede “normale”, die Pharmaindustrie klatscht in die Hände
Bis zu 15 000 Grippetote pro Jahr
14. Februar 2007, 00:00 Uhr
In Deutschland erkranken jedes Jahr vier bis zehn Prozent der Bevölkerung an Grippe (Influenza). Bis zu 4,5 Millionen Krankschreibungen gibt es deswegen. Das Robert-Koch-Institut geht von jährlich 5000 bis 15 000 Grippetoten in Deutschland aus.
Es wäre sehr schön, wenn man uns mal endlich aufklären würde, wie denn die Symptome sind, ob sie bei jedem die gleichen sind und ob Vitamin C hilft. Hey, wo sind die pragmatischen Hausfrauen-Tipps? Mein Mann hat jetzt Schnupfen, ist total malad, aber ist das jetzt die Schweinegrippe?
Das könnte auch die Erklärung dafür sein, warum die Schweinegrippe-Viren hauptsächlich jüngere Menschen unter 90 Jahren befallen
Wau da sind die 85jährigen bestimmt ganz dankbar, dass sie (da sie ja unter 90 fallen) zu den jüngeren Menschen zählen.
Jaja, und die Bildzeitung schreibt, dass die Rentner nicht geimpft werden sollen… Effekt: Alle alten Leute versuchen zuerst, die Impfung zu bekommen, das ist sehr fein für das Rentensystem, falls die Impfung tödlich enden sollte…
Es gibt eine Prophylaxe: Ascorbinsäure. Die zur Vorbeugung wirksame Dosis beträgt 2 gehäufte Teelöffel täglich, jeweis einer nach dem Frühstück und dem Abendessen. Bei Beginn der Prophylaxe einschleichend dosieren bis zur “bowel tolerance”.
Hat man sich bereits infiziert, kann der Infekt nicht mehr unterdrückt werden, außer mit höheren Dosen oder intravenösen Gaben, wohl aber werden die Symptome gelindert.
Mehr Informationen bietet http://www.vitaminCfoundation.org.