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Mariendistel

Frauendistel, Fieberdistel, Marienkörner, Schreckdistel, Stechkörner, Stichsamen, Stichsaat, Stechkraut, Christi Krone, Heilandsdistel, Venusdistel, Weißdistel, Magendistel, Milchdistel, Fieberdistel, Felddistel

Nach einer Legende soll die Milch der Jungfrau Maria die weißen Flecken auf den Blättern verursacht haben. Die Pflanze wird gut eineinhalb Meter hoch und ist ursprünglich in ganz Südeuropa und Nordafrika, nach Osten hin in Kleinasien und Südrussland beheimatet. Die purpurfarbenen Korbblütenstände enthalten kleinkörnige Früchte, die medizinisch von Bedeutung sind. Die Pflanze wird aus diesem Grunde bereits seit dem Mittelalter kultiviert und angebaut.

Das in den samenartigen Früchten enthaltene Silymarin schützt die Leber, stärkt und entgiftet sie. Zudem regt es den Gallenfluss an.

In klinischen Studien zeigten sich auch bei der Prävention von Haut- und Prostatakrebs Erfolge, was mit der antioxidativen Wirkung des Silymarin erklärt wird. Die Mariendistel wird zudem eingesetzt bei Gallenbeschwerden, Magen-Darmbeschwerden, Krampfadern, Migräne und gegen Reisekrankheit.

Sylimarin sorgt für eine Veränderung der äußeren Leberzellen dergestalt, dass weniger Lebergifte in das Innere des Organs gelangen können. In den Früchten ist auch Silibinin enthalten, mit dem sogar Vergiftungen mit dem Knollenblätterpilz behandelt werden. (Bei Vergiftungen mit Pilzen jeder Art immer den Arzt aufsuchen!)

Ein Mariendisteltee wirkt bei Verdauungsstörungen und Gallenblasenbeschwerden heilsam. Allerdings ist der Wirkstoff Sylimarin nicht wasserlöslich, so dass bei Lebererkrankungen eine Darreichungsform als Tee wirkungslos ist. Dafür gibt es entsprechende Medikamente.




15. März 2009 | Kategorie: Glossar

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