Krebs-Info unter einer Nummer
Betroffene und Angehörige werden künftig besser informiert
Der Krebsinformationsdienst (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum und die Deutsche Krebshilfe werden ab Herbst 2009 Ratsuchenden unter der einheitlichen Rufnummer 0800-420 30 40 zur Verfügung stehen. Die Informationsangebote der beiden Organisationen sollen zusammengeführt werden, um eine höhere Qualität der Informationen zu erreichen.
Gab es bisher keine zentrale Informationsmöglichkeit zum Thema Krebs, so soll sich das in Kürze ändern. Der Schulterschluss zwischen Krebsinformationsdienst und Krebshilfe soll die verschiedenen Informationsangebote zu einem Gemeinsamen bündeln. Über die kostenlose Rufnummer können sich dann Betroffene qualitätsgeprüfte Informationen einholen. Damit wird die Krebsinformation künftig gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMFT), vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), von der Deutschen Krebshilfe und vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) getragen.
Gebündelte Kompetenz
„Wer selbst an Krebs erkrankt ist oder einen nahestehenden Menschen kennt, der an Krebs erkrankt ist, hat nicht nur viele Sorgen und Ängste, sondern vor allem auch viele Fragen”, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Marion Caspers-Merck. „Es ist deshalb gut, dass das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Deutsche Krebshilfe ihre Beratungs- und Informationskompetenz bündeln und gemeinsam unter einer kostenlosen Rufnummer zur Verfügung stellen. Damit stellen wir sicher, dass Patienten und Angehörige Informationen zum Thema Krebs auf höchstem Qualitätsniveau und nach gleichem Standard erhalten.”
Bessere Kommunikation zwischen Patient und Arzt
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMFT), Thomas Rachel, erklärte, der Krebsinformationsdienst helfe den Betroffenen dabei, über medizinische Schritte mit zu entscheiden. Damit könne die Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessert werden. Zudem solle am KID der erste Fachinformationsdienst in Deutschland für Ärztinnen und Ärzte eingerichtet werden. Dieser habe die Aufgabe, über die neuesten Entwicklungen in der Forschung zu informieren und dafür zu sorgen, dass die daraus gewonnenen Erkenntnisse schneller bei den Patientinnen und Patienten ankommen. Das Bundesforschungsministerium will den Ausbau des KID in den kommenden Jahren mit rund 3,3 Millionen Euro jährlich unterstützen.
Gesicherte und unabhängige Informationen
Krebsforschung auf hohem Niveau werde im Deutschen Krebsforschungszentrum betrieben, sagte dessen Vorstandsvorsitzender, Professor Dr. Otmar D. Wiestler. Ziel sei es, „Krebs besser verstehen, gezielter verhindern und effektiver bekämpfen zu können”. Das DKFZ liefere „einen geeigneten Rahmen für wissenschaftlich gesicherte und unabhängige Informationen” zum Thema Krebs, damit krebskranke Menschen, deren Angehörige, medizinisches Fachpersonal sowie die interessierte breite Öffentlichkeit bundesweit optimal aufgeklärt werden können.
Viele Fragen
Dass großer Bedarf besteht, bestätigte auch der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven. Seine Organisation werde täglich mit so vielen Fragen Ratsuchender konfrontiert, dass diese wegen der begrenzten Kapazitäten nicht zeitnah bedient werden könnten. Nettekoven weiter: „Durch die beschlossene Allianz steht künftig ein hochkompetentes Referenzzentrum als Anlaufstelle zur Verfügung, das auch dem hohen Bedarf nach qualitätsgesicherten Krebsinformationen Rechnungen tragen wird. Im Übrigen ist die gemeinsame Initiative ein hervorragendes Beispiel für eine sinnvolle Kooperation zwischen der Öffentlichen Hand und einer privaten Organisation: Nur so können ambitionierte Projekte umgesetzt und Synergien geschaffen werden.” (kws)

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Das wird doch dann bestimmt so eine Standart-Rufnummer, die auf jedem Handy schon mal vorgespeichert ist
Aber eine gute Sache.