Aktueller Schweinegrippe-Virus ist neue H1N1-Variante
Behörden arbeiten mit Hochdruck
Mit der sogenannten Schweinegrippe hat von Mexiko aus ein prinzipiell alter Bekannter zugeschlagen. Die ersten Fälle der „Schweinegrippe” traten in den 1950er-Jahren auf. Die Schweinegrippe wurde deswegen so bezeichnet, weil der verantwortliche Virus A/H1N1 vom Schwein auf den Menschen übertragen werden kann. Die Symptome der Schweinegrippe sind die einer normalen Grippe, also Kopfschmerzen, Fieber, Husten und Schnupfen bis hin zur Atemnot.
Die Spanische Grippe, die zwischen 1918 und 1920 weltweit mindestens 25 Millionen Menschen getötet hat, ging ebenfalls von A/H1N1-Viren aus. Nach Aussagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die aktuelle Variante des A/H1N1-Virus das Potenzial einer Pandemie. Anders als bei der Vogelgrippe besteht nicht nur für schwache Menschen Lebensgefahr, sondern auch für junge, gesunde Erwachsene. Der Erreger ändert sich durch Genmutationen ständig. Er enthält zwei Stämme der Schweinegrippe, einen Stamm der Vogelgrippe und einen der menschlichen Grippe. In dieser Form ist der Virus zum ersten Mal aufgetreten.
Da Grippeviren bekanntermaßen zu den wandlungsfähigsten bekannten Erregern zählen, ist die Entwicklung gänzlich neuer Typen extrem gefährlich. Wenn irgendwo aus irgendwelchen Gründen Viren von Tieren auf den Menschen überspringen, können sie in dessen Körper auf andere Grippeviren treffen, sich mit deren Erbgut vermischen und völlig neue Typen schaffen. Damit ist die Ansteckungsphalanx eröffnet. Im nächsten Schritt kann sich die Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch anschließen. Da sich das Immunsystem noch nicht auf den neuartigen Erreger eingerichtet hat, besteht eine hohe Ansteckungsgefahr.
Herkömmliche Impfung wirkungslos
Ein wirksamer Impfschutz ist derzeit nur für Schweine verfügbar. Für Menschen soll ein präventiver Impfstoff frühestens ab Juli 2009 zur Verfügung stehen, da er ganz spezifisch gegen das veränderte H1N1-Influenza-Virus aufgebaut werden muss.
In ersten Tests verlief die herkömmliche Grippeimpfung gegen den neuen Stamm wirkungslos. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die US-Behörde für Seuchenkontrolle (CDC) haben Proben des neuen Stamms A/H1N1 isoliert und an industrielle Produzenten weitergegeben, damit diese einen neuen Impfstoff entwickeln. Das dauere in der Regel zehn bis zwölf Wochen, so Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts. Bei der Schweinegrippe stehe die Entwicklung des Impfstoffs noch ganz am Anfang. Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) müsse davon ausgegangen werden, dass die Viren der Schweinegrippe mittlerweile direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Die medizinische Betreuung infizierter Menschen erfolgt mit herkömmlichen Grippe-Mitteln, die allerdings nur die Symptome lindern können. Von einer vorsorglichen Einnahme dieser Mittel wird abgeraten. Derzeit geht die CDC davon aus, dass Schweineinfluenza-Viren nicht durch Nahrungsmittel übertragen werden. Beim Erhitzen von Schweinefleisch auf über 72 Grad Celsius werde das Schweine-Influenza-Virus sicher abgetötet.
Bisherige Grippe-Pandemien
Zwischen den Jahren 1918 und 1920 ging die Spanische Grippe um die Welt und kostete mindestens 25 Millionen Menschen das Leben. Manche Experten beziffern die Zahl der Tosdesopfer sogar auf rund 50 Millionen. Der Auslöser der Spanischen Grippe war ebenfalls ein Grippevirus vom Typ H1N1, der außergewöhnlich aggressiv war. Er verursachte in letzter Konsequenz die Zerstörung der Lunge. Auffällig war der Umstand, dass vor allem junge und gesunde Menschen betroffen waren, nicht wie bei Grippeviren sonst Kleinkinder, alte und schwache Menschen.
Im Jahr 1957 breitete sich die Asiatische, 1968 die Hongkong-Grippe aus. Als Ende 1997 wiederum in Hongkong die Vogelgrippe mit dem Erreger A/H5N1 ausbrach, an der mehrere Menschen starben, wurden in vielen Ländern drastische Maßnahmen ergriffen, um einer Pandemie vorzubeugen. Millionen Hühner, Enten und Gänse wurden seinerzeit notgeschlachtet. Experten gehen davon aus, dass die Entstehung immer neuer Virenstämme in immer kürzeren Abständen zur Regel wird.
Panik ist die falsche Reaktion
Der Leiter der Infektions- und Tropenmedizin der Universitätsklinik Leipzig, Stefan Schubert, wies darauf hin, dass die Ansteckungsgefahr bei der Schweinegrippe kaum größer als bei einer normalen Grippe sei. Die Folgen könnten jedoch katastrophal sein. Grundsätzlich ist Panik immer eine falsche Reaktion. Die Bundesbürger sollten sich gründlich aus den Medien informieren und die Ratschläge beherzigen.
So können Sie sich und andere vor Ansteckung schützen
Vermeiden Sie größere Menschenansammlungen und engen Kontakt zu kranken Menschen. Sind Sie selbst krank, so bleiben Sie zuhause. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände. Bedecken Sie beim Niesen Mund und Nase mit einem Taschentuch. Vermeiden Sie möglichst alles, was Ihr Immunsystem schwächen kann. Hierzu gehören insbesondere Rauchen, Alkoholgenuss und Stress. Schlafen Sie genügend, ernähren Sie sich ausgewogen und vitaminreich, trinken Sie viel Flüssigkeit und seien Sie körperlich aktiv. (kws)

Influenza primär durch Trinkwasser ausgelöst
Unstreitig verbreitet sich die Schweinegrippe sekundär von Mensch zu Mensch. Schweinegrippe ist weit verbreitet. Schweinebestände sind, wie in Fachkreisen bekannt ist, jahreszeitlich unterschiedlich mit 30% (Sommer) bis 80% (Winter) mit Influenza durchseucht, auch in Deutschland.
Aber: 10.000 bis 20.000 Influenza-Tote je winterliche Influenza-Saison sind gelogen. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland so gut wie keine labordiagnostisch nachgewiesenen Grippetoten! Akquisition für Impfstoffe und Tamiflu! Der Schnelltest kostet rund 15 Euro und kann in jeder Arztpraxis innerhalb von 20 Minuten durchgeführt werden.
Die Influenza kann durch kaltes Trinkwasser primär ausgelöst werden. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza bei uns überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z.B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Trinkwasser muss frei von Viren sein.
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