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Alkoholvergiftungen Jugendlicher steigen rasant

Erschreckende Entwicklung seit dem Jahr 2000

Das Jahr 2007 stellt vorläufig einen traurigen Höhepunkt bei Alkoholvergiftungen Jugendlicher dar. So wurden 23.165 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und zwanzig Jahren wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert und stationär behandelt, was im Verhältnis zum Jahr 2006, in dem „nur” 19.500 Kinder und Jugendliche eingeliefert werden mussten, einer Steigerungsrate von zwanzig Prozent entspricht.

Die Zahlen wurden erstmals im Jahr 2000 erhoben. Damals waren 9.500 Kinder und Jugendliche mit klinisch therapienotwendigen Alkoholvergiftungen registriert worden. Seither war in jedem Jahr eine erhebliche Steigerung zu verzeichnen gewesen. Der Stand im Jahr 2007 stellt mit 23.165 Fällen den höchsten jemals gemessenen dar. Damit ergibt sich von 2000 bis 2007 ein Anstieg um 143 Prozent!

Bei Mädchen ist der Anstieg besonders hoch

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, sagte: „Die Zunahme der Alkoholvergiftungen zeigt, dass wir gefährliche neue Trinkmuster unter jungen Menschen haben.”  Bätzing zeigte sich besonders besorgt darüber, dass im Jahr 2007 die stolze Zahl von 3.779 Kindern im Alter von 10 bis 15 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden mussten. Auch in dieser Gruppe sehr junger Menschen sei die Zahl der Alkoholvergiftungen im Verhältnis zum Jahr 2006 um 15 % angestiegen, nämlich von 3.298 auf 3.779. Das gibt schon deshalb zu denken, weil das Jugendschutzgesetz den Verkauf von Alkohol an Kinder unter sechzehn Jahren eindeutig verbietet. Ein weiterer erschreckender Umstand sei der rapide Anstieg bei den Mädchen, denn 1.942 von ihnen haben erstmals 1.837 Jungen übertroffen. Die Statistik zeigt, dass in den vergangenen sieben Jahren bei den Mädchen der Anstieg der Alkoholvergiftungen mit 101 Prozent doppelt so hoch ist, wie bei den Jungen mit 49 Prozent.

Jugendschutz muss effektiver durchgesetzt werden

Wie die Drogenbeauftragte betonte, unterstreichen solche Zahlen den dringenden Handlungsbedarf in der Alkoholprävention. „Aufklärung ist wichtig und wird weiter intensiviert werden. Aufklärung allein reicht jedoch nicht aus. Die Selbstkontrolle der Alkoholwerbung muss deutlich verbessert werden und Verstöße müssen hart sanktioniert werden. Werbung, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richtet wie bei einigen Biermischgetränken, muss bei Verstößen entsprechende Folgen nach sich ziehen”, erklärte sie weiter. Jugendschutz in Deutschland müsse effektiver durchgesetzt werden und Kinder sowie Jugendliche müssten besser vor alkoholbedingten Gesundheitsschäden und Suchtgefahren geschützt werden. Bätzing appellierte an die Länder, dem Beispiel von Niedersachsen zu folgen und unter Anleitung der Polizei auf Landesebene Testkäufe durchzuführen. Dies sei wirksamer Jugendschutz.

Die Drogenbeauftragte forderte „ein breites Bündnis aller Beteiligten vor Ort”, in das auch der Handel eingebunden werden müsse. Sie betonte die Notwendigkeit von Aufklärung, Information und überzeugenden Kontrollen. Dabei stellte sie die folgenden Kriterien in den Vordergrund: Eine eindeutige Altersbegrenzung, eine gute Schulung der Testkäufer und die Durchführung von Testkäufen unter behördlicher Aufsicht, wie in Niedersachsen durch die Polizei. (kws)




28. Januar 2009 | Kategorie: Gesellschaft

Ein Kommentar »

  1. Hi, ihr “Erwachsenen”

    Ihr denkt, das wir es euch und euren Lebensvorstellungen gleich tun sollen??

    Ihr habt doch selber keinen Plan!!

    Ihr wollt uns sagen, was wirklich erstrebenswert ist? Dabei seid ihr doch selber besoffen von eurer Karriere-Geilheit und eurem Erfolgsstreben und habt uns in Wirklichkeit überhaupt nicht mehr gern..

    Wir sind für euch nur noch ein lästiges Anhängsel und wenn wir nicht SO funktionieren, wie IHR wollt, dann seid ihr beleidigt und schiebt eure eigenen Unzulänglichkeiten uns auf die Backe??

    Sagt mal, seid ihr noch ganz dicht??

    Wenn ihr schon fickt, dann nehmt gefälligst Gummis, dann braucht ihr auch uns nicht zu ertragen..

    Ihr lügt euch selber jeden Tag vor, wie schön und heil die ganze Welt ist und wollt uns vor der “rauen Wirklichkeit” beschützen??

    Und statt uns ein Beispiel zu sein spielt ihr selber eure dämlichen Spiele und hängt uns gegenüber euren ach so tollen Erwachsenen raus, der angeblich immer alles auf der Reihe hat??

    Sagt mal …geht´s noch?

    Wann schaut ihr endlich mal in den Spiegel, ohne euch dabei nur euere Falten zu betrachten…

    Wir kinder wollen euren Mut sehen, und eure Freude… Euren Frust und eure Wut könnt ihr für euch behalten..

    Zeigt uns erst einmal, das ihr selber einen Plan habt und das ihr euer eigenes Leben wirklich im Griff habt, dann braucht ihr auch euren Frust nicht ständig auf uns ab zu laden!! Wir sind nicht eure emotionalen Mülleimer, die nachher alles schlucken sollen, nur weil IHR wieder mal was verpatzt habt..

    eine gebrannte Kinderseele

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