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Welt-AIDS-Tag 2008

Gemeinsame Aktion führt zum Erfolg

Wie jedes Jahr veranstaltet das Bundesministerium für Gesundheit zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung auch 2008 zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember die Aktion „Gemeinsam gegen AIDS”. Dieses Jahr sind es über 6.000 überwiegend junge Menschen, die sich als Botschafterinnen und Botschafter bei der Aktion engagieren. Mehr als doppelt so viele Jugendliche im Vergleich zum vergangenen Jahr nutzten das Portal ‚welt-aids-tag.de‘, um sich für Aufklärung und geschützten Geschlechtsverkehr einzusetzen.

Wie aus dem Ministerium verlautet, sei ein Umstand besonders erfreulich: Gerade Jugendliche verhalten sich ‚vorbildlich‘. Hätten sich vor fünfzehn Jahren weniger als die Hälfte der sexuell aktiven Jugendlichen regelmäßig mit Kondomen geschützt, so seien es heute zwei Drittel. Der Anstieg an Neuinfektionen in den vergangenen Jahren sei gestoppt. Im Jahr 2008 haben sich in Deutschland im internationalen Vergleich weniger Menschen mit dem HIV neu infiziert. Drückte darüber die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt auch ihre Freude aus, so bezeichnete sie jedoch die positiven Zahlen lediglich als, wenn auch wichtigen, Teilerfolg. Es bestehe kein Grund zur Entwarnung. „Im Jahr 2008 haben sich schätzungsweise erneut 3.000 Menschen in Deutschland infiziert. AIDS ist nach wie vor eine nicht heilbare Krankheit – wir dürfen bei der Aidsprävention nicht nachlassen. Die Bundesregierung hat die Mittel für die Aidsprävention 2009 noch einmal um eine Million auf 13,2 Mio. Euro erhöht. HIV/AIDS ist nicht nur am Weltaidstag ein wichtiges Thema – deshalb freue ich mich besonders, dass gerade auch so viele junge Menschen über den 1. Dezember hinaus ‘Gemeinsam gegen Aids’ aktiv sind.”

Prominenz engagiert sich

Dieses Jahr werfen Anni Friesinger, Christiane Paul, Samy Deluxe und Philipp Lahm als prominente Botschafterinnen und Botschafter ihre Prominenz in die Waagschale. Sie sind Vorbilder für viele Menschen, daher ist ihr Einfluss in der Öffentlichkeit groß. Mit ihren persönlichen Botschaften auf 25.000 Plakaten in Deutschland sind sie allgegenwärtig und unübersehbar. Zudem läuft seit mehreren Wochen in Kinos und auf mehreren Fernsehsendern der aktuelle Spot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Welt-AIDS-Tag, in welchem die vier Prominenten mitwirken.

Prof. Dr. Elisabeth Pott, die Direktorin der Bundeszentrale, dankte den Botschafterinnen und Botschaftern ausdrücklich. Sie sagte: „Indem sie mit HIV-infizierten Menschen sprechen oder in Schulen gehen und mit Jugendlichen über HIV/Aids reden, nutzen sie ihre Popularität und Vorbildfunktion für diese wichtige Aufgabe.” Pott erklärte weiter, jedes Jahr würden zehntausende Plakatmotive von jungen Menschen angefordert. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zeigten, dass Aids heute nicht mehr als so gefährlich angesehen wird, wie Ende der achtziger Jahre. Dennoch schützten sich die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor Ansteckung und benutzten Kondome. Pott bezeichnete diesen Erfolg als das Ergebnis kontinuierlicher Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Angesichts ständig neuer Herausforderungen solle sich das auch nicht ändern.

Pott hob auch die Beiträge der Partner des Welt-AIDS-Tages hervor. So fördere der Verband der privaten Krankenversicherungen e.V. (PKV) die Kampagne jährlich mit 3,4 Mio. Euro. Vom Fachverband Außenwerbung e.V. (FAW) würden die erforderlichen Plakatflächen kostenlos zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Print- und Fernsehmedien schalteten kostenlos Anzeigenmotive beziehungsweise sendeten kostenlos Fernsehspots. Das Deutsche Jugendherbergswerk engagiere sich mit Veranstaltungen. Die Junge Presse unterstütze mit einer Fülle von Aktivitäten und Hintergrundberichten Schülerzeitungen dabei, über HIV und Aids zu berichten. Millionen von Postkarten würden durch ‚novum’ und ‚United ambient Media’ kostenlos gestreut. Prof. Dr. Elisabeth Pott: „Insgesamt 26 Partnerinnen und Partner unterstützen uns zum Welt-Aids-Tag. Dies zeigt, wie stark der 1. Dezember inzwischen in der Gesellschaft verankert ist. Weil wir mit der Kampagne so nah an den Menschen sind, konnten wir 400 Aktionen vor Ort anstoßen, so viel wie nie zuvor.”

Solidarität mit den Betroffenen zeigen

Vor dem Hintergrund des Engagements so vieler Menschen und Partner erklärte der Geschäftsführer der Deutschen AIDS-Hilfe, Peter Stuhlmüller: „Viele schreiben im Internet, dass HIV-Positive und ihre Angehörigen ihre Unterstützung hätten. Das ist für Betroffene besonders wichtig, weil die Krankheit oft genug zu sozialer Isolation führt. Das Bekenntnis von tausenden Menschen, gemeinsam gegen Vorurteile, Stigma und Ausgrenzung vorzugehen sagt deutlich: ‚Ihr seid Teil unserer Gesellschaft.’ Diese Haltung müssen wir weiter fördern, denn leider ist sie noch immer alles andere als selbstverständlich.” Der geschäftsführende Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, Dr. Ulrich Heide, führte ergänzend aus, HIV führe bei sehr vielen Betroffenen zu erheblichen materiellen Problemen, weil sie beispielsweise ihren Arbeitsplatz verlören oder auf teure Unterstützung angewiesen seien. Er hoffe, dass mit Hilfe der Aktion darauf ein stärkeres Augenmerk gerichtet werde. Es sei nicht hinnehmbar, dass diese Menschen nicht nur mit der Krankheit, sondern auch der Angst vor Armut und Diskriminierung zu kämpfen haben. Die Stiftung könne hier dank der Spenden der Bürger gezielt helfen.

Informationen und Bildmaterial zur Gemeinschaftsaktion „Welt-Aids-Tag 2008″ stehen im Internet unter www.welt-aids-tag.de. (kws)




24. November 2008 | Kategorie: Gesellschaft

Ein Kommentar »

  1. Hallo

    also ich habe im Internet eine umfangreiche Seite mit vielen Infos zum Weltaidstag gefunden. http://www.weltaidstag.com ist sehr gut und man kann sich einreihen in die Menschenkette Gemeinsam gegen Aids

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