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Grüne Gentechnik soll weiterentwickelt werden

Eigene Forschung soll Abhängigkeiten vermeiden

Grüne Gentechnik soll nach dem Willen von Bundesforschungsministerin Annette Schavan zu keiner starren Einteilung in Schwarz und Weiß zwischen Befürwortern und Gegnern führen. Anlässlich des zweiten Runden Tisches zur Pflanzengentechnik fühlte sich die Ministerin darin bestätigt, dass die Grüne Gentechnik vor dem Hintergrund der globalen Probleme differenziert gesehen werden müsse. „Unsere Verantwortung für künftige Generationen tragen wir nicht nur für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir unterlassen. Die Forscherinnen und Forscher in Deutschland sind sich dieser ethischen Verantwortung sehr bewusst”.

landmaschinen_24-10-2008_10Wichtiges Thema der Diskussionsrunde waren die vorgestellten Kritikpunkte der Umweltverbände an der ökologischen Sicherheitsforschung. Diesen Punkten solle, so Schavan, im Detail nachgegangen werden. „In der nächsten Sitzung werden wir die Bilanz aus 30 Jahren Sicherheitsforschung in diesem Bereich vorstellen und sehen, wo weitere Akzente gesetzt werden sollten.”

Im Gremium war eine erste Konzeption des Forschungsministeriums für eine „weiterentwickelte Strategie zur Pflanzenzüchtung” diskutiert worden. Auf dieser Basis sollen weiter gehende Vorschläge, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Landnutzungskonzepte erarbeitet werden.

Wer mitmacht, hat Einfluss auf Wertediskussion

Schavan kündete an, bei dem kommenden Gespräch im Oktober 2009 den Schwerpunkt auf die internationale Entwicklungsarbeit legen zu wollen. Dazu zähle unter anderem die Bekämpfung des Hungers. Die Frage der Zukunftstechnologie Grüne Gentechnik solle auch im europäischen Zusammenhang gesehen werden. „Deutschland und Europa müssen sich entscheiden, ob man sich an der Weiterentwicklung der Grünen Gentechnik beteiligen möchte. Wenn man sich an einer Sache nicht beteiligt, kann man auch keine eigenen Werte einbringen.” Schavan wies darauf hin, der einzige Weg, eine Abhängigkeit der Landwirte von der Industrie zu vermeiden, sei die öffentliche Forschung (siehe auch Bericht des „gesundheit-report”: Gentechnik, Genmais und Monsanto).

Derzeit arbeiten bundesweit über 50 Universitäten, zehn Fachhochschulen, 25 außeruniversitäre Einrichtungen aus den Forschungsgesellschaften wie Max-Planck-, Helmholtz-, Leibniz-, Fraunhofer-Institut sowie zahlreiche Institute der Ressortforschung auf dem Gebiet der Pflanzenforschung. Das BMBF hat seit 1979 rund 100 Millionen Euro in die biologische Sicherheitsforschung bei gentechnisch veränderten Organismen investiert, an der sich in 300 verschiedenen Projekten etwa 60 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligen. Weitergehende Informationen hierzu bietet das Forschungsministerium unter www.biosicherheit.de an. (kws)




24. Juli 2009 | Kategorie: Ernährung

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