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Wer Hunger hat, muss essen

Das Hungergefühl beeinflusst sogar die räumliche Orientierung

Warum essen wir? Was verursacht das Hungergefühl? Was passiert eigentlich in unserem Körper und mit unserem Körper, wenn wir essen? Es sind gleich mehrere Faktoren, die uns dazu bringen, Nahrung aufzunehmen.

An erster Stelle steht das Hungergefühl, ein inneres Signal, das sich meldet, wenn der Körper „Treibstoff” braucht. Das Hungergefühl wird ebenso wie das Sättigungsgefühl von einem kleinen Teil unseres Zwischenhirns gesteuert, dem Hypothalamus. Hat der Mensch Hunger, so erteilt ihm das Gehirn den Befehl: „Jetzt geh‘ und suche was zu essen!” So kann es geschehen, dass hungrige Menschen von Leckereien, wie sie etwa in einem Schaufenster liegen, besonders stark angezogen werden. Das erklärt auch, warum der hungrige Mensch im Supermarkt oft zu viel einkauft, der satte Mensch dagegen zu wenig. Wissenschaftler sollen darüber hinaus entdeckt haben, dass das Hungergefühl auch diejenigen Bereiche des Gehirns aktiviert, die für die räumliche Orientierung zuständig sind.

Wird dann Nahrung aufgenommen, also gegessen, melden Sensoren den Grad der Dehnung von Magen und Darm an das Gehirn. Die Verdauungsorgane produzieren Sättigungshormone, die als Signale weitergeleitet werden. Gleichzeitig melden Rezeptoren dem Gehirn Nährstoffe, wie beispielsweise Zucker im Blut. Botenstoffe, wie die Hormone Leptin und Insulin informieren das Zwischenhirn über die Höhe des Energiespeichers und die langfristige Sättigung. Sinken dann im Laufe der Zeit Insulin- und Leptinspiegel, werden wieder Hungergefühle ausgelöst.

Täglich können wir beobachten, dass äußere Signale, beispielsweise Gewohnheiten, das Verhalten der sozialen und physischen Umwelt, die Existenz von Restaurants und deren Angebote oder auch die Fastfood-Gesellschaft das Hungergefühl beeinflussen und häufig verantwortlich für bestimmte Vorlieben sein können. Daher ist es wichtig, dass wir uns bewusst ernähren, kontrollieren und uns informieren. Die Menge und die Zusammensetzung unserer Mahlzeiten entscheiden über Wohlbefinden und Gesundheit. (kws)




3. Juni 2008 | Kategorie: Ernährung

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